Sushi war schneller weg als gedacht

Übersicht über das japanische Dinner-Arrangement mit Sushi, Teriyaki, Karaage und Beilagen

Eigentlich hatte ich Sushi nur als eine Art Beilage geplant.
Ich dachte mir: Das kennen ja sowieso alle, wahrscheinlich sind alle schon daran gewöhnt.
Aber das Gegenteil war der Fall.

Das Sushi war das erste Gericht, das komplett verschwunden ist.
Als ich später sogar noch die Endstücke herausgebracht habe, waren auch die sofort weg.
Für das nächste Mal ist klar: Sushi wird das Hauptgericht sein.

Karaage und Teriyaki Chicken habe ich größtenteils im Airfryer gemacht –
das ist inzwischen mein neuer Party-Standard.
Unglaublich lecker, wenig Stress, wenig Chaos in der Küche.
Definitiv etwas, das bleibt.


Alte Freundschaft trifft neue Nachbarschaft

Dieses Mal habe ich bewusst zwei sehr unterschiedliche Gruppen eingeladen:

Eine langjährige Freundin, fast wie Familie – halb japanisch, mit großer Liebe zur japanischen Küche –
und unsere neuen Nachbarn, die erst vor Kurzem ins Haus eingezogen sind.

Der Mann arbeitet im diplomatischen Umfeld und interessiert sich sehr für Japan,
seine Frau ist Lehrerin an einer Schule.
Beide sind neugierig, offen und unglaublich interessiert an Sprache, Kultur und Austausch.

Ich hatte das Gefühl, dass diese Menschen thematisch gut zusammenpassen könnten –
und genau so war es auch.


Gespräche auf Augenhöhe – auch mit unseren Kindern

Besonders schön war zu sehen, wie sich die Gespräche entwickelt haben.

Die Nachbarin als Lehrerin und unsere beiden Söhne, die genau im entsprechenden Alter sind,
haben sich intensiv ausgetauscht:
Lehrerperspektive, Schülerperspektive, Fragen, Meinungen, Diskussionen.

Unsere Kinder haben freiwillig mitgeholfen,
saßen lange mit am Tisch,
haben kaum aufs Handy geschaut
und aktiv an den Gesprächen teilgenommen.

Ganz ehrlich:
Ich hatte zeitweise das Gefühl, dass sie mehr verstanden und beigetragen haben als ich,
da alles auf Deutsch lief.

Das war einer dieser Momente, in denen man plötzlich merkt,
wie sehr Kinder gewachsen sind –
und wie stolz man eigentlich sein darf.


Dessert-Pannen, Improvisation und ein überraschender Erfolg

Natürlich lief nicht alles perfekt.

Mein eigentliches Signature-Dessert – Matcha-Rollkuchen –
ist mir diesmal nicht ganz gelungen.
Die Eier waren nicht mehr frisch genug, das Eiweiß ließ sich kaum aufschlagen.

Zubereitung von Kiwi-Daifuku – Teig formen und Früchte einfüllen
Schritt-für-Schritt: Kiwi-Daifuku selber machen

Also: Plan B.

Da keine Eier mehr im Haus waren,
habe ich spontan zum ersten Mal Kiwi-Daifuku gemacht.
Wenn das nicht funktioniert hätte, wären es eben Matcha-Dango geworden.

Am Ende war der Rollkuchen zwar nicht perfekt, aber gut essbar,
und meine Freundin – die diesen Kuchen seit Jahrzehnten liebt –
hat wie immer begeistert davon gegessen.

Die Kiwi-Daifuku waren schneller weg, als ich probieren konnte.
Ich werte das als Erfolg.

Matcha-Rolle und Kiwi-Daifuku als japanisches Dessert
Matcha-Rolle und Kiwi-Daifuku – ein japanisches Desserthighlight

Kleine Fehler, großes Ergebnis

Ja, es gab kleine Pannen.
Der Airfryer war falsch eingestellt, ein Teil des Karaage musste doch noch ins Öl.

Aber am Ende war es ein richtig guter Abend.

Gute Gespräche.
Echte Begegnungen.
Gemeinsames Lachen.
Und das Gefühl, dass sich dieser Aufwand gelohnt hat.


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